Let the winter season begin!

Mein erster Schnee in der Sächsischen Schweiz

Ich wohne nun seit bald zwei Jahren in Dresden (bin nebenbei immer wieder erstaunt, wie schnell die Zeit vergeht!) und habe vor knapp einem Jahr meine Liebe zum Wandern entdeckt. Im Februar dieses Jahres fing es an und tatsächlich habe ich in dieser Zeit nicht das Glück gehabt, Schnee im Elbsandsteingebirge zu erleben. Als es also am Samstag in Dresden zu schneinen began und ich die ersten Schneebilder aus den Sandsteinen gesehen habe, war klar, was zu tun ist: Auf zur Winterwanderung in die verschneite Sächsische Schweiz!

Eric und ich haben uns den Wecker letzten Sonntag also besonders früh gestellt, um zum Sonnenaufgang an der Bastei zu sein. Mit einer Thermoskanne Kaffee und einer Dose voll Brötchen bewaffnet, eingepackt in Fleecejacken, Mützen und Handschuhe und noch ein wenig verschlafen machten wir uns also auf den Weg in die Sächsische Schweiz.

Ich hatte auf einen traumhaften Sonnenaufgang gehofft, bei dem der im Tal hängende Nebel durch die aufgehende Sonne in ein feines Rosa-rot gefärbt wird… naja hat wieder mal nicht so gut geklappt. Der Himmel war so verhangen, dass wir vom Sonnenaufgang kaum etwas mitbekommen haben und die ganze Szenerie zeigte sich in einem satten Grau… ABER – dafür hatten wir die Bastei komplett für uns. Das war wahnsinnig schön! Eine menschenleere Bastei erzeugt nochmal eine ganz andere Atmosphäre. Als wäre man wirklich in der Zeit zurückgereist in eine längst vergangene Zeit, in der der Tourismus die Sächsische Schweiz noch nicht vollständig überflutet hat.


Wir genossen die Ruhe auf der Bastei und die Aussicht auf die wie gezuckerten Sandsteinfelsen. Weil uns irgendwann sehr kalt wurde, liefen wir anschließend ein Stück in den Wald hinein, um uns zu bewegen. Auch hier war (noch) niemand unterwegs und wir hörten nichts als das knirschen der gefrorenen Blätter unter unseren Füßen. Wir erreichten die Pavillonaussicht, die komplett verschneit und gefroren vor uns lag. Es war bisher nur ein wenig Schnee, aber der reichte schon aus, um alles in eine wunderschön winterliche Welt zu verwandeln.

Es ging noch ein Stück weiter durch den Wald zur Wehlnadel, von wo aus wir nochmal einen tollen Blick auf die Basteibrücke hatten. Dort gab es dann auch endlich eine Tasse Kaffee! Da die -5°C allerdings keine wirklich gemütliche Stimmung ermöglichten, liefen wir bald weiter, um nicht festzufrieren.

Als wir nach unserer kleinen Winterwanderung wieder am Auto angelangt waren, war ich komplett durchgefroren – aber glücklich. Wir tranken Kaffe und frühstückten unsere Brötchen, während ich meine auftauenden Zehen langsam wieder zu spüren begann. Es war gerade erst zehn Uhr, also lag der ganze Tag noch vor uns und während ich neben Eric im Auto saß und wir zurück nach Dresden fuhren, dachte ich mir: Besser kann ein Tag gar nicht beginnen!


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