Jahresrückblick 2018

Schon wieder ein Jahr vergangen. Plötzlich steht 2019 vor der Tür. Ein neues Jahr voller neuer Momente. Heute morgen bin ich dann doch ins Grübeln gekommen und habe einen Augenblick über die vergangenen 12 Monate nachgedacht. Was passiert ist, was ich erlebt habe, was ich geschafft habe.

Alles in allem war es kein Jahr der großen Veränderungen. Die Aufregung über meinen Umzug nach Dresden in 2017 war abgeklungen, die Uni läuft und die Sehnsucht nach der Heimat und meiner Familie ist gleichbleibend hoch.

Und trotzdem bin ich in diesem Jahr nach und nach in Dresden angekommen. Wir haben unsere Wohnung weiter verschönert und so strukturiert, dass auch mein Kram langsam gut untergebracht ist. Ich bin auf Skiern den Berg hinunter gedüst, habe im Mai zusammen mit Eric Städte am Mittelmeer erkundet, wir waren wandern in den Alpen und sind mit dem Boot über den wunderschönen Königsee gefahren. Ich war mit meiner Familie in den dänischen Dünen spazieren und dann nochmal mit Eric an der eisig-stürmischen Ostsee.

Und neben all diesen entfernten Orten habe ich auch so viele schöne Augenblicke in nächster Nähe erleben dürfen.

Ich habe neue Menschen kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und alte gefestigt. Ich habe feststellen dürfen, dass Entfernung tatsächlich nicht ausschlaggebend für die Nähe einer Freundschaft ist (danke Sophie, meine Quatschnase ♡).

Und ich habe mich an tatsächlich jedem Tag glücklich geschätzt, jemanden an meiner Seite zu haben, der mich unterstützt, mich abends aufmuntert, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme, der für mich da ist und der unsere Liebe nicht für selbstverständlich hält.

Die größte Veränderung in diesem Jahr war vielleicht, dass ich die Liebe zum Wandern entdeckt habe. Ich war natürlich in den Jahren zuvor auch schon ab und zu wandern gewesen, allerdings nicht in einem solchen Ausmaß wie jetzt. Ende Februar fing alles an, als ich das erste Mal alleine im Elbsandsteingebirge unterwegs war, weil sonst niemand an diesem Tag Zeit hatte. Ich stiefelte durch den Wald, hörte nur meine eigenen Schritte und stand, einmal oben angekommen, ewig an der Schrammsteinaussicht. Ich konnte mich nicht satt sehen an der Weite, dem Meer aus Bäumen und immer wieder empor ragenden Sandsteinfelsen. Ich weiß noch genau, wie es in diesem Moment zu schneien begonnen hatte und die kleinen Schneeflocken ganz vorsichtig vom Himmel fielen und vor meinen augen durch die Luft tanzten.

Und auch wenn ich mich bei dieser Wanderung dreimal verlaufen hatte, die Zeit falsch eingeschätzt habe und es bitterkalt war, war es der Tag, mit dem alles begann. Nun bin ich, wann immer es geht, im Elbsandsteingebirge. Ich laufe neue Routen, allein oder gemeinsam, suche neue Aussichtspunkte und überwinde langsam meine Angst davor, alleine durch den Wald zu laufen. Ich habe so viel gelernt, so viel nachgedacht, so viel erkannt, so viel verworfen, so viel erfahren. Über die Natur, aber auch so viel über mich.

Ich bin wirklich froh darüber, wie alles gekommen ist. Dass ich in 2018 das Wandern für mich entdeckt habe, mehr draußen war, wieder mehr fotografiert habe und mir Zeit für das genommen habe, was mir gut tut.

Alles in allem kann ich sagen, dass 2019 von mir aus ganz ähnlich werden kann. Natürlich kann man hier und da noch ein paar Verbesserungen vornehmen, aber dafür sind ja wieder 12 Monate Zeit. 🙂

In diesem Sinne, wünsche ich euch allen einen guten Start im neuen Jahr und eine handvoll neuer glücklicher, gesunder, aufregender, gewöhnlicher, spannender und gemütlicher Momente!

2 Gedanken zu “Jahresrückblick 2018

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