Kurztrip nach Mallorca: Tipps für den Südosten

Manchmal genügen schon wenige Tage um durchzuatmen, abzuschalten und eine kleine Pause vom Alltag einzulegen. Also entschlossen meine Schwester und ich uns vor ein paar Wochen dazu, den Sommermonat Juni mit einem Kurztrip nach Mallroca zu beginnen.

Hier folgt nun also ein kleiner Bericht, über die Ausflugsziele und Orte, die wir während der 3 Tage auf Mallorca besucht haben!

Anreise und Unterkunft

Samstagvormittag ging es los und wir starteten vom Flughafen Tegel in Berlin aus nach Mallorca. Vorort angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg zu unserem Mietwagenanbieter. Diejenigen, die meine vorherigen Reise-Beiträge gelesen haben, wissen bereits, dass ich Mietwagen bisher immer gerne bei Check24 gebucht habe. So auch dieses Mal, allerdings hatten wir uns aufgrund eines Preisunterschiedes von nahezu 40 € (bei vier Tagen wären das 70€ statt 30€ Gesamtpreis gewesen) für einen Mietwagenanbieter außerhalb des Terminals in Palma de Mallorca entschieden. Mit einem kleinen Shuttle Bus, auf den wir zugegebener Maßen eine Weile gewartet haben, gelangten wir bequem zum Autoverleih, der keine 10 Minuten Fahrtweg vom Flughafen entfernt lag. Dort mussten wir allerdings erneut eine ganze Weile warten, bis wir an der Reihe waren, alle Formalitäten erledigt waren und wir mit unserem kleinen Flitzer losdüsen konnten. Hat schon mal besser geklappt, muss ich zugeben!

Unsere Unkterkunft, die ich über Airbnb gefunden habe, lag rund 40 Minuten von Palma entfernt in dem kleinen Ort Felanitx, ein Stück im Landesinneren der Insel. Über Google Maps war es nicht schwer, den Weg zu unserer Unterkunft zu finden und so standen wir nur wenig später mit unseren Taschen in dem geräumigen Wohnzimmer einer Wohnung im 2. Stock in Felanitx. Die Wohnung war sehr sauber und groß. Sie war zwar nur gerade ausreichend ausgestattet, hatte aber an sich alles, was für ein paar Tage notwendig war. Gewöhnungsbedürftig war allerdings, dass das ans Schlafzimmer angrenzende Bad, keine Decke hatte.

Hier geht’s zur Unterkunft.

Tag 1: Ankunft in Felatnix und ein erster Ausflug ans Meer

„Es Pontàs“

Direkt nachdem wir angekommen und uns schnell mit Baguette und Frischkäse gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ausflug. Wir wollten natürlich direkt an die Küste und das Meer sehen!

Das Felsentor Es Pontàs liegt an der südöstlichen Küste der Baleareninsel, direkt an der Küstenlinie zwischen der Cala Santanyí und der Cala Llombards . Mit dem Auto brauchten wir von Felanitx aus nur knapp 20 Minuten und es war unglaublich schön, bei Abendsonne über die schmalen Straßen entlang der Felder und Olivenhaine zu fahren. Urlaubsmodus: AN!

Das Auto stellten wir auf einem kleinen Parkplatz, ungefähr 5 Minuten Fußweg entfernt vom Felsentor, ab und setzten unseren Weg zu Fuß fort. Vom Parkplatz aus liefen wir bis zum Ende der Einbahnstraße und bogen dort in einen Sandweg ein, der sich bis zur Küste fortsetzte. Wegweiser und Markierungen zeigten uns den Weg, wobei man auch an den Trampelpfaden wunderbar erkennen konnte, wo es lang ging.

An der Küste angekommen, bestaunten wir das mächtige Felsentor im Wasser, genossen den Blick übers Meer und fingen die letzten Sonnenstrahlen ein. Ein wunderbarer Ort für ein abendliches Picknick oder ein Glas Wein mit Blick auf das im Wasser liegende Felsentor (vorausgesetzt man nimmt seinen Müll auch wieder mit!).

Tag 2: Der Leuchturm „Far de Capdepera“ und die Bucht „S’Estany d’en Mas“

Mit dem Auto fuhren wir von unserer Unterkunft in Felatnix ungefähr 30 Minuten bis nach Cala Ratjada. Wir umrundeten den kleinen Hafen des Urlaubsortes zu Fuß und starteten anschließend von dort aus eine kleine Küstenwanderung. Ein zunächst asphaltierter Weg führte uns immer entlang der Küste aus dem Ort heraus bis zur nächsten Bucht.

Wir überquerten einen kleinen Strandabschnitt und folgten dem schmaler werdenden Pfad zwischen den letzten Häusern hindurch, bis wir Cala Ratjada schließlich hinter uns ließen. Der Wanderpfad, der an einigen Stellen Trittsicherheit erfordert, ist in gewissen Abständen mit Markierungen gekennzeichnet, sodass man dem Weg ohne Probleme folgen kann.

Nach knapp einer halben Stunde erreichten wir den Punta de Capdepera, wo uns der Leuchtturm „Far de Capdepera“ erwartete, der Mitte des 19. Jahrhunderts vom spanischen Ingenieur Emili Pou y Bonet erbaut wurde. Heute zählt er zu den letzten fünf Leuchttürmen Mallorcas, die sich noch in Betrieb befinden. Bei klarer Sicht kann man wohl von hier aus die etwa 30 Kilometer entfernte Insel Menorca erkennen.

Der deutsche Schriftsteller Karl Otten, der von 1933 bis 1936 in Cala Rajada lebte, verewigte den Leuchtturm sogar in einer Kurzgeschichte.

Wer sich, nicht wie wir, selbstversorgen kann oder möchte, findet im Anschluss an die Küstenwanderung eine große Auswahl an Restaurants und Bars am Hafen oder der Hauptstraße von Cala Ratjada, um sich ein wenig zu stärken oder zu erfrischen.

Nicht weit von Cala Ratjada liegt die Bucht S’Estany d’en Mas, die zu dem Ferienort Cala Romantica gehört und, meiner Meinung nach, zu einer der schönsten Buchten Mallorcas zählt. Das Wasser dort ist glasklar und der Sand wunderschön weich unter den Füßen. Auch wenn es im Sommer mitunter sehr voll in der Bucht sein kann, verliert der Ort nicht seine Besonderheit. Auf einem kleinen Pfad links entlang der Felsenlinie, wanderten wir nach einem Sprung ins Wasser ein Stück hinauf und konnten von dort einen herrlichen Blick über die Bucht genießen, bis die Sonne langsam tiefer sank.

Tag 3: Cala Figuera und Cala s’Almunia

Der Weg führte uns nach dem Frühstück zunächst in den Ort Cala Figuera. Der kleine Fischerort liegt an der Südostküste der Insel und gehört zum Gemeindegebiet Santanyí.

Die Besonderheit von Cala Figuera findet man am Hafen des Ortes. Kleine Fischerboote liegen am Ufer vor weißen und cremefarbenen Häusern und erzeugen einen malerischen Anblick. Wenn die Fischer nicht gerade auf dem Meer sind, sieht man wie sie ihren Fang an Land bringen, ihre Netze flicken oder ihre Boote reparieren. Obwohl der Tourismus in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat, scheint die Zeit in Cala Figuera beinahe stehen geblieben zu sein. Der Ort hat es geschafft, seinen Charme als pittoreskes Hafenstädtchen zu bewahren und gilt heute als einer der schönsten Orte der Insel.

Entlang der Boote und kleinen Häuser, umrundeten wir das Hafenbecken einmal und genossen es, den kleinen Fischerort aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Anschließend belohnten wir uns mit einem Eis an der Uferpromenade. Hier laden darüber hinaus ein paar kleine Restaurants zum Verweilen und Mittagessen ein.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Mietwagen weiter zur Cala s’Almunia. Am Camí de Cala Llombards haben wir unser Auto auf einem kostenfreien Parkplatz stehen lassen und sind zu Fuß durch eine Siedlung aus Fincas und Villen bis zur Küste gelaufen. Cala s’Almunia ist ein felsiger Küstenabschnitt, dessen verschiedene kleine Buchten man auf mehreren Trampelpfaden ablaufen kann. Unter den hellen Felsen strahlt das türkisblaue, glasklare Meer und dieser Anblick lässt einen für einen Moment innehalten und staunen.

Wir haben es uns auf einem der Felsen gemütlich gemacht und mit Blick auf die Bucht und das Meer die Sonne genossen. Dort wären wir am liebsten noch ein paar Tage geblieben.

* * *

Mallorca ist fernab von den Touristenhochburgen eine traumhaft schöne Insel, die immer wieder mit idyllischen Fischerorten, wilden Wiesen und tollen Küstenlandschaften beeinderucken kann.

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