Ein Herbstwochenende in der Sächsischen Schweiz: Routen, Orte und mehr

Deutschland hat so viele schöne Ecken, die sich super für ein Wochenendtrip anbieten. Die Sächsische Schweiz ist natürlich einer davon! Bei den vielen Wanderrouten und Möglichkeiten ist es gar nicht so leicht zu entscheiden, was man in der kurzen Zeit sehen und erleben möchte. Für die Unschlüssigen oder diejenigen, die noch etwas Inspiration suchen, gibt es hier ein paar Vorschläge für ein herbstliches Wanderwochenende in der Sächsischen Schweiz. (basiert alles auf meinen eigenen Erfahrungen und Ideen ohne Kooperation mit den Unterkünften o.ä.)

Unterkunft: Was liegt am besten?

Die erste Frage ist natürlich immer die nach der Unterkunft. Da ich es von Dresden nicht weit habe, kenne ich kaum Unterkünfte persönlich und kann (abgesehen vom Campingplatz, der sich im Herbst weniger anbietet) kaum etwas empfehlen. Die Internetseite der Sächsischen Schweiz bietet allerdings eine spezielle Suchfunktion an, anhand derer man gezielt nach eine passenden Unterkunft in der Gegend suchen kann.

Generell bietet sich eine Unterkunft in Bad Schandau meiner Meinung nach am besten an. Der Ort ist mit dem Auto und dem Zug gut erreichbar, er liegt zentral in der Sächsischen Schweiz und es gibt einen Supermarkt, sowie verschiedene Restaurants und Cafés. Wer es lieber etwas ruhiger und kleiner mag, findet allerdings auch in dem kleinen Ort „Schmilka“ verschiedene Möglichkeiten unterzukommen (s. Bilder).

Auch von dort kann man verschiedene Wanderrungen direkt starten und gelangt entweder mit dem Zug oder mit dem Auto in andere Regionen der Sächsischen Schweiz.

Möchte man während der Tage mit dem Auto zu den Ausgangspunkten der Wanderungen gelangen, muss man sich keine Sorgen um Parkmöglichkeiten machen. Es gibt überall Parkplätze (überwiegend mit Gebühr), von denen aus man direkt starten kann.

Freitag: Anreise und Sonnenuntergang auf dem Lilienstein

Kommt man am Anreisetag nicht zu spät an, hat man noch die Gelegenheit, die Sonne über den Sandsteinen untergehen zu sehen. Das ist besonders auf dem Lilienstein sehr schön. Mit dem Zug fährt man einfach bis Königstein, während man mit dem Auto direkt am Fuß des Felsens parken kann. Der Aufstieg dauert nur rund eine halbe Stunde und schon steht man oben und kann die weite Sicht über das Elbtal und die Sächsische Schweiz genießen.

Ich finde, so schön kann ein Tag gerne ausklingen. Im Anschluss findet sich nicht weit vom Lilienstein entfernt zum Beispiel das Restaurant „Steingut“ oder auch verschiedene Restaurants im Zentrum von Bad Schandau.

Samstag: Rundwanderung ab Schmilka

Es gibt natürliche eine Vielzahl von Wanderungen in der Sächsischen Schweiz. Eine meiner Lieblingswanderungen, die einige unglaublich Aussichten und schöne Wege einschließt, beginnt in Schmilka.

Einmal quer durch den Ort Schmilka führt die Straße direkt in den Wald hinein. An der Zwieselhütte geht es rechts über den Wurzelweg und weiter über den Lehnsteig zuerst zum kleinen Winterberg. Am Ende des Lehnsteigs angekommen, erreicht man ein Gebiet, in dem der Borkenkäfer bereits wild gewütet hat. Unzählige tote Baumstämme ragen in den Himmel, was besonders bei düsterem Wetter eine düstere Stimmung erzeugt, finde ich.

Man umrundet das ‚tote Waldstück‘ und biegt dann, wie auf den Wegweisern ausgeschildert, links in den Weg ein zum kleinen Wiinterberg. Während man dem Weg einmal über den kleinen Winterberg folgt, entdeckt man immer wieder super schöne Aussichten, die sich für eine erste kleine Pause anbieten.

Von dort aus geht es der grünen Markierung folgend weiter durch den Wald bis zum Frienstein. Hier ist für ein kurzes Stück bis zur Idagrotte etwas Schwindelfreiheit erforderlich.

Wem die schmale Stelle am Felsen nicht geheuer ist, lässt diesen Abzweig zur Idagrotte einfach aus und folgt direkt weiter dem Weg in Richtung Carolafelsen (blaue Markierung).

Es geht erneut ein ganzes Stück durch den Wald, einige Stufen hinauf und hinunter und vorbei an einer nächsten schönen Aussicht, bevor man zum Abzweig Heilige Stiege/Carolafelsen gelangt. Hier folgt man dem Weg geradeaus weiter in Richtung des Carolafelsens. Wenige Minuten und eine Leiter später steht man dann an einer der schönsten Aussichten in der Sächsischen Schweiz.

Es geht den Weg wieder ein Stück zurück bis zum Abzweig und dann die Treppen der Heiligen Stiege hinunter (viele Treppenstufen, viele viele viele).

Der Weg führt anschließend durch den Wald bis man schlussendlich wieder die Zwieselhütte und kurze Zeit später den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.

Die Wanderung lässt sich dann in Schmilka zum Beispiel im Gasthof zur Mühle oder im Mühlenbiergarten wunderbar bei einem Glühwein, einem selbstgebrauten Bier, Zwiebelkuchen oder süßem Stück ausklingen lassen. Ein Stück weiter an der Elbe in Richtung Bad-Schandau gibt es übrigens noch das Bio-Restaurant „Strandgut“, wo es ebenfalls sehr schön ist.

Hier geht’s zur Route bei Komoot (da die Angaben hier nicht unbedingt absolut korrekt sein müssen, empfehle ich, sich mit der angezeigten Route selber nochmal auf der Karte vertraut zu machen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden).

Alternative ab Bad Schandau: Wanderung zu den Schrammsteinen

Wer in Bad Schandau wohnt und direkt von dort aus starten möchte, hat die Möglichkeit direkt von dort eine Wanderung zu den berühmten Schrammsteinen zu starten. Die Route und ein paar Eindrücke habe ich letztes Jahr hier zusammengefasst und hochgeladen.

[Foto von Januar 2019, im Herbst liegt da natürlich kein Schnee]

Sonntag: Sonnenaufgang an der Baste und/oder Wanderung über den Pfaffenstein

Früh Aufstehen ist mein fortwährender Tipp für einen Besuch im Elbsandsteingebirge, da es morgens noch wunderschön ruhig und verlassen ist. Außerdem sind die Sonnenaufgänge über den Sandsteinen unglaublich!

Der Sonntag ließe sich also sehr gut mit einem Abstecher zur Bastei beginnen. Kommt man mit dem Zug, steigt man in Rathen aus, setzt mit der Fähre über und wandert noch circa eine halbe Stunde hoch bis auf die Bastei. Alternativ kann man das Auto schon oben auf einem Parkplatz abstellen und erreicht die Bastei (fast) ohne Steigung und Stufen. Entweder man schaut sich die aufgehende Sonne direkt von der Bastei aus an oder man hat Glück und oben auf der Aussichtsplattform gegenüber der Bastei ist noch Platz (dort steht meistens ein Haufen Fotografen mit ihren Stativen). Außerdem ist morgens meist die Felsenburg Rathen neben der Bastei frei zugänglich (Kasse des Vertrauens).

Wer direkt nach dem Sonnenaufgang weiterwandern möchte, kann im Anschluss an die Bastei der Route durch die Schwedenlöcher folgen. Hier geht es wunderschön durch den Wald und zwischen den Felsen hindurch tiefer zwischen die Sandsteine (vor dem Abstieg nicht verpassen, den Abstecher nach rechts zur Pavillonaussicht zu machen).

Entlang des Amselsees gelangt man dann zurück nach Rathen (und so wieder zur Fähre oder zum Aufstieg zurück zur Bastei, je nach Ausgangspunkt). Diese Rundwanderung ist die ganze Zeit ausgeschildert und wirklich einfach zu finden.

Für Spätaufsteher bietet sich diese Tour natürlich auch ohne Sonnenaufgang an, allerdings wird es mit jeder Stunde voller an der Bastei.

Alternative für Spätaufsteher oder Motivierte

Anstelle des Sonnenaufgangs an der Bastei (oder als zusätzliche Tour für den restlichen Tag) kann man am Sonntag eine kleine Wanderung über den Pfaffenstein machen – einer meiner Lieblingssteine in der Sächsischen Schweiz. Für das Auto gibt es in Pfaffendorf wieder einen nahegelegenen Parkplatz und alle mit dem Zug Reisenden können vom Bahnhof Königstein aus die zusätzliche halbe Stunde durch den Ort und hoch bis zum Pfaffenstein wandern.

Einmal oben auf dem Pfaffenstein angekommen, lässt es sich dort wunderbar hin und her kraxeln, man kann verschiedene Aussichten und Ecken entdecken und hat überall tolle Sichten über die umliegenden Wälder und Felsen der Sächsischen Schweiz.

Oben auf dem Pfaffenstein gibt es außerdem nicht nur einen Aussichtsturm, von dem aus man einen noch weiteren Blick genießen kann, sondern auch eine kleine Schenke, in die man zwischendurch einkehren und sich bei einem Kaffee, Tee oder Glühwein etwas aufwärmen kann.

Für eine Runde über den Pfaffenstein, inklusive kleiner Einkehr im Gasthof, würde ich eine Dauer von drei Stunden einplanen. Hier habe ich letztes Jahr schon einmal mehr zum Pfaffenstein geschrieben.

Eine wirkliche Empfehlung für eine Wanderung vor oder nach dem Pfaffenstein ist das Kaffeehaus Zimmermann in Königstein. Es gibt unendlich viele verschiedene Sorten Kuchen und Torten, von denen alle, die ich bisher probiert habe, absolut lecker sind! Auch dort ist direkt ein (kostenpflichtiger) Parkplatz nebenan bzw. der Bahnhof nur 5 Gehminuten entfernt.

Und wenn es wirklich genau an diesem Wochenende nicht aufhören sollte zu regnen und die Lust aufs Wandern nicht so groß ist, gibt es in Bad-Schandau die Toskana Therme, in der man den Tag auch einfach ganz entspannt angehen lassen kann.

Die sächsische Schweiz hat wirklich viel zu bieten, vor allem im Herbst. Ich finde, zu dieser Jahreszeit sind die Farben unglaublich schön und vielfältig und der Anblick der Sandsteinfelsen zwischen dem bunten Laub wie gemalt. Es handelt sich bei hier natürlich nur um eine kleine Auswahl an Möglichkeiten für ein Herbstwochenende in der sächsischen Schweiz – aber, wie ich finde, eine sehr schöne Auswahl :o)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.