Getting to know Duisburg – Ausflüge und Tipps für ein langes Wochenende

Ich bin überzeugt davon, dass es überall und an jedem Ort, schöne Ecke zu entdecken gibt. Läuft man mit offenem Herzen durch die Welt und lässt sich auch mal auf andere Ecken ein als die typischen touristischen Hotspots, wird man häufig umso mehr überrascht.

So ging es uns mit Duisburg. Wir kannten die Ecke noch gar nicht und was man hauptsächlich so hörte, dreht sich thematisch um Industrie, Eisen und Kohle. Wir durften allerdings feststellen, dass Duisburg weit mehr ist als eine Industriestadt und sich auch dort tolle grüne Ecken und schöne Orte finden lassen.

In diesem Artikel teile ich die schönsten Touren und Ausflüge, die wir gemacht haben sowie den einen oder anderen Einkehr-Tipp.

Der Süden: 6-Seen-Platte, Tiger & Turtle, Rheinorange und mehr

Duisburg und Umgebung bieten sich unglaublich gut für Radtouren an. Meist sind die Radwege gut ausgebaut und ausgeschildert. Eine Route, die wir sehr gern gefahren sind, nennt sich „Duisburger 8“ und zählt insgesamt 90km – 46km für die Südschleife und 44km durch den Norden. An unserem ersten Tag in Duisburg haben wir uns also die Räder geschnappt und sind in den Süden Duisburgs gefahren.

Vom Duisburger Zentrum aus vorbei am Sportpark und dort bereits am Wasser entlang und unter Bäumen hindurch, gelangten wir schnell an die 6-Seen-Platte. Ein unglaublich schönes Gebiet mit so vielen kleinen Ecken und Buchten, von wo aus man den Blick über das blaue Wasser genießen kann. Außerhalb des Seebads ist das Baden hier verboten, aber auch so war es super schön entlang der Seen durch den Wald zu radeln und hier und da immer mal anzuhalten und die Aussicht zu genießen.

Die Route führte uns weiter, nun über Wiesen und Felder. Ich war überrascht wie grün und ländlich Duisburgs Süden ist! Kornfelder rechts und links, Pferdekoppeln und darüber ein blauer wolkenloser Himmel. Es hätte kaum schöner sein können!

Irgendwann tauchte vor uns, hinter der nächsten Baumkette, ein achterbahnähnliches Gebilde auf. Das Tiger & Turtle zählt zu einem der Highlights Duisburgs. Normalerweise kann man auf den Treppen des einer Achterbahn nachempfundenen Kunstwerks hin und her laufen, jedoch ist das derzeit nicht möglich, um die Ausbreitung von Covid-19 nicht zu begünstigen. Aber auch so ist es ein beeindruckende Skulptur auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe, von dem aus man einen tollen Blick auf Duisburg und Umgebung hat.

Der Radweg führte uns stetig in Richtung Rhein und anschließend eine Weile am Ufer des breiten Flusses vorbei. Am Rheinpark, wo aus alten Industrieflächen ein Naherholungsgebiet geschaffen wurde, direkt an den Fluss angrenzend. Dort machten wir eine kleine Pause und beobachteten die Frachter und Schiffe, die auf dem Rhein vorbeischipperten.

Eine schöne Möglichkeit für eine Einkehr bietet auf der Südroute das Restaurant „Ziegenpeter“. Direkt am Rhein gelegen und mit hellem Sand und Sonnenschirmen ausgestattet, lässt das Ziegenpeter direkt Urlaubsgefühle aufkommen. Bei einer Rhabarber-Schorle und einem frischen Salat ließ sich die sommerliche Hitze dort gut aushalten und unsere Beine konnten sich ein wenig von den gefahrenen Kilometern erholen.

Die Fahrradroute führte uns anschließend auf die andere Rheinseite und auch dort wieder mal schattig durch den Wald, mal mit toller Aussicht am Rheinufer entlang. Auch die sogenannte „Rheinorange“ lässt die Radroute nicht aus, eine Skulptur in einem klaren Orange, das laut dem Künstler, die größte Konzentration von Energie und Leuchtkraft darstellt und als Zeichen für Aufbruch und Wandel, für die Identifikation mit der Stadt Duisburg. Die Rheinorange steht genau an der Stelle, wo Rhuhr und Rhein zusammenfließen, und man kann sie beim Vorbeifahren vom Rad aus bestaunen oder einen kleinen Abstecher näher zur Sehenswürdigkeit machen.

Die Route endet anschließend wieder im Zentrum Duisburgs. Vorab führte die Route einmal am Duisburger Innenhafen entlang. Am Innenhafen findet man einen bunten Mix aus Cafés und Restaurants, Museen in umgebauten alten Speichergebäuden und moderner Architektur. Hier kann man mit Blick auf’s Wasser den Tag auf dem Rad noch schön ausklingen lassen.

Hier habe ich euch die Route durch den Süden verlinkt.

Der Norden: Durch den Landschaftspark und am Rhein entlang

Nachdem uns die Radtour durch den Süden so gut gefallen hat, wollten wir uns den Norden natürlich nicht entgehen lassen. Startpunkt war wieder das Zentrum Duisburgs und von da aus vorbei am Duisburger Innenhafen und Außenhafen. An Schleusen vorbei und unter unzähligen Brücken hindurch führte die Route immer am Wasser entlang. Durch alte, von Bäumen umwachsene Arbeiterviertel hindurch gelangten wir dann irgendwann zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Nachdem wir die Räder abgestellt hatten, starteten wir direkt mit einer Führung und einem Aufstieg auf einen Hochofen. Die Führung war super unterhaltsam und es war spannend, zu erfahren wie und unter welchen Umständen in dem Eisenwerk früher gearbeitet wurde. Von der Spitze des Hochofens hatten wir außerdem einen schönen weiten Blick über Duisburg und die Umgebung. Auch bei Nacht soll ein Besuch des Landschaftsparks übrigens toll sein, weil die Gebäude und Gerätschaften durch unterschiedliche Lichtinstallationen beleuchtet werden.

Ein Vorteil allerdings daran, tagsüber dort zu sein, waren die vielen kleinen Street Food-Wägen auf dem Gelände, bei denen man super leckere Pommes, Crêpes oder vegane Snacks bekommen konnte. Eine leckere kleine Pause in einem beeindruckenden Ambiente!

Anschließend führte die Runde uns noch etwas weiter nördlich, durch Grünstreifen und Wohngegenden hindurch bis zum Rhein. Bei der Anlegestelle Orsoy-Alt Walsum ging es dann mit der Fähre über den Rhein und entlang des anderen Flussufers wieder in Richtung Duisburg Stadt. Bis wir vorbei am Hafen wieder zurück im Zentrum ankamen, fuhren wir an Kuhweiden entlang und duch Kartoffelfelder, passierten Bauernhöfe und Pferdekoppeln und fühlten uns einen Moment wie aus der Zeit gefallen. Wer hätte gedacht, dass Duisburg und Umland so grün sind!

Eine so schöne Runde, die ich euch hier wieder verlinke.

Und nicht zu vergessen: Hier haben wir gut gegessen

Ziegenpeter

Wo?      Rheinpark am Rhein-Ufer, südlich von Duisburg, Rhein-Blick mit Strandfeeling

Was?    Salate, Flammkuchen, kalte und warme Getränke, Kuchen, Frühstück

Café Evergreen

Wo?      Innenstadt

Was?    Panini, Bagels, Suppen, kalte und warme Getränke (sehr guter Kaffee!)

Brauhaus Königs Pilsner

Wo?      Am Innenhafen

Was?    Salate, Folienkartoffeln, Flammkuchen, kalte und warme Getränke

Webster Brauhaus

Wo?      Innenstadt, man sitzt gemütlich in einer kleinen Seitenstraße

Was?    Burger (auch vegetarisch), Schnitzel und andere Brauhaus Klassiker, selbstgebrautes Bier

Biergarten Lindenwirtin

Wo?      Innenstadt, in Richtung Zoo, man kann schön in einem kleinen Biergarten draußen sitzen

Was?    Burger, Salate, Steak und Schnitzel und andere Brauhaus-Klassiker, kalte und warme Getränke

Biergarten Hafensturm

Wo?      Am Rhein-Ufer, nördlich von Duisburg, man sitzt schön mit Rhein-Blick auf der Terrasse

Was?    Kalte und warme Getränke, Eis und andere Snacks

Ich habe Duisburg als eine sehr abwechslungsreiche Stadt erlebt, die uns vor allem ringsherum mit viel Natur und tollen Radwegen überrascht hat.

2 Gedanken zu “Getting to know Duisburg – Ausflüge und Tipps für ein langes Wochenende

  1. Liebe Isabel, was hast du mich inspiriert, in der sächsischen Schweiz fotografieren zu gehen 🤩 Nun möchte ich dir danke sagen und habe Dich für den Awesome Blogger Award nominiert, den Du auf meinem Blog findest 🙂 Vielleicht hast du ja Lust mitzumachen und wenn nicht, darfst du dich einfach geehrt fühlen 😍 Dein Blog ist spitze, mach weiter so 😉

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